Editorial

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Reise nach Uzhgorod (Ukraine)


Schülerinnen und Schüler des Freifachs Russisch wagten eine Reise in die Ukraine. Unter ihnen Svenia Wälti und Elin Wittwer. Ein Reisebericht.

 

Text Svenia Wälti und Elin Wittwer

Fotos Elin Wittwer und Ivo Haag

 

Am Sonntagabend, 7. Juli 2019, fing unsere Reise an, als wir in Zürich den Nachtzug nach Budapest bestiegen. Die Zugfahrt nach Ungarn dauerte rund zwölf Stunden und so kamen wir am Morgen mehr oder weniger ausgeschlafen an. Nach einer kurzen Kaffeepause ging es weiter zum Bahnhof Nyugati und von dort mit einem Zwischenstopp bis nach Chop, einem ehemaligen Grenzbahnhof der Sowjetunion. Dann ging es weiter ins ukrainische Uzghorod. Dort wurden wir von unseren zukünftigen Gastfamilien für die nächsten zwei Wochen erwartet und abgeholt.

Begrüsst wurden wir sehr herzlich. Es war ein älteres Pärchen, welches nur Russisch und Ukrainisch sprach. Somit waren wir dazu gezwungen, unsere ganzen Russischkenntnisse einzusetzen und manchmal noch mit Hilfe von Händen und Gegenständen zu verstehen zu geben, was wir wollten.

Am nächsten Tag stand schon unsere erste Schullektion auf dem Programm. Die meisten Schülerinnen und Schüler kamen zu Fuss oder mit dem Bus, genannt Marschrutka. Der Unterricht begann jeweils um neun Uhr. Wir konnten die Räumlichkeiten der Universität Uzghorod nutzen. Unsere Lehrerin hiess Nathalia und sprach mit uns nur Russisch. Vom zweiten Tag an wurden wir in Halbklassen unterrichtet, da sich nicht alle auf demselben Sprachniveau befanden.

Der Unterricht endete jeweils um 13 Uhr und nach dem Mittagessen war meist ein Programm mit der ganzen Gruppe angesagt. So sahen wir uns am ersten Tag Uzghorod an, besichtigten Kirchen, Burgen und Schlösser oder besuchten an einem Tag die nahe gelegene Stadt Mukachevo.

Teilweise konnten wir unsere Freizeit auch nach Belieben gestalten und so schlenderten wir oftmals durch die Stadt, kauften Souvenirs und genossen Kaffee und Kuchen.

Am Samstagmorgen fuhren wir mit einem Car in die Stadt L‘viv (Russisch L’vov, fünf Stunden Autofahrt entfernt). Dort angekommen, checkten wir direkt im Hotel ein. Danach hatten wir eine spannende Führung durch die Stadt. Die restliche Zeit war uns frei zur Verfügung gestellt, um die Stadt zu entdecken und in die unzähligen Geschäfte und Cafés zu gehen. Am Abend trafen wir uns dann für ein gemeinsames Essen. Den nächsten Tag verbrachten wir auch wieder damit, durch die Stadt zu spazieren und verschiedene Eindrücke von ihr zu bekommen, bevor wir am Nachmittag mit dem Car wieder zurück nach Uzhgorod fuhren.

Am Samstag, den 20. Juli 2019, traten wir die Rückreise an. Mit dem Zug fuhren wir nach der Gepäckkontrolle von Chop direkt nach Budapest. Von dort ging es den gleichen Weg zurück wie bei der Anreise nach Zürich. Während diesen vielen Stunden im Zug hatten wir Zeit, die Erlebnisse der letzten zwei Wochen Revue passieren zu lassen. Während der aussergewöhnlichen Zeit in der Ukraine hat jeder andere Dinge erlebt und wahrgenommen und es war spannend, sich untereinander auszutauschen.

Durch das Wohnen in den Gastfamilien erhielt jeder und jede von uns einen authentischen und unverfälschten Einblick in den ukrainischen Alltag. Die Schlaglöcher, teilweise nicht geteerten Strassen, die vollgestopften Marschrutki, schlecht renovierten Sowjetbauten aus den 1970er-Jahren und streunende Hunde gehören auch zu diesem Land, doch hätten wir als normale Touristen nie die Gastfreundschaft und die wunderbare Küche der Ukrainer kennengelernt!

Die Zeit in der Ukraine war eine lehrreiche Erfahrung – auf sprachlicher, gesellschaftlicher und kultureller Ebene.

 

 

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Reise nach Uzhgorod (Ukraine)


Schülerinnen und Schüler des Freifachs Russisch wagten eine Reise in die Ukraine. Unter ihnen Svenia Wälti und Elin Wittwer. Ein Reisebericht.

 

Text Svenia Wälti und Elin Wittwer

Fotos Elin Wittwer und Ivo Haag

 

Am Sonntagabend, 7. Juli 2019, fing unsere Reise an, als wir in Zürich den Nachtzug nach Budapest bestiegen. Die Zugfahrt nach Ungarn dauerte rund zwölf Stunden und so kamen wir am Morgen mehr oder weniger ausgeschlafen an. Nach einer kurzen Kaffeepause ging es weiter zum Bahnhof Nyugati und von dort mit einem Zwischenstopp bis nach Chop, einem ehemaligen Grenzbahnhof der Sowjetunion. Dann ging es weiter ins ukrainische Uzghorod. Dort wurden wir von unseren zukünftigen Gastfamilien für die nächsten zwei Wochen erwartet und abgeholt.

Begrüsst wurden wir sehr herzlich. Es war ein älteres Pärchen, welches nur Russisch und Ukrainisch sprach. Somit waren wir dazu gezwungen, unsere ganzen Russischkenntnisse einzusetzen und manchmal noch mit Hilfe von Händen und Gegenständen zu verstehen zu geben, was wir wollten.

Am nächsten Tag stand schon unsere erste Schullektion auf dem Programm. Die meisten Schülerinnen und Schüler kamen zu Fuss oder mit dem Bus, genannt Marschrutka. Der Unterricht begann jeweils um neun Uhr. Wir konnten die Räumlichkeiten der Universität Uzghorod nutzen. Unsere Lehrerin hiess Nathalia und sprach mit uns nur Russisch. Vom zweiten Tag an wurden wir in Halbklassen unterrichtet, da sich nicht alle auf demselben Sprachniveau befanden.

Der Unterricht endete jeweils um 13 Uhr und nach dem Mittagessen war meist ein Programm mit der ganzen Gruppe angesagt. So sahen wir uns am ersten Tag Uzghorod an, besichtigten Kirchen, Burgen und Schlösser oder besuchten an einem Tag die nahe gelegene Stadt Mukachevo.

Teilweise konnten wir unsere Freizeit auch nach Belieben gestalten und so schlenderten wir oftmals durch die Stadt, kauften Souvenirs und genossen Kaffee und Kuchen.

Am Samstagmorgen fuhren wir mit einem Car in die Stadt L‘viv (Russisch L’vov, fünf Stunden Autofahrt entfernt). Dort angekommen, checkten wir direkt im Hotel ein. Danach hatten wir eine spannende Führung durch die Stadt. Die restliche Zeit war uns frei zur Verfügung gestellt, um die Stadt zu entdecken und in die unzähligen Geschäfte und Cafés zu gehen. Am Abend trafen wir uns dann für ein gemeinsames Essen. Den nächsten Tag verbrachten wir auch wieder damit, durch die Stadt zu spazieren und verschiedene Eindrücke von ihr zu bekommen, bevor wir am Nachmittag mit dem Car wieder zurück nach Uzhgorod fuhren.

Am Samstag, den 20. Juli 2019, traten wir die Rückreise an. Mit dem Zug fuhren wir nach der Gepäckkontrolle von Chop direkt nach Budapest. Von dort ging es den gleichen Weg zurück wie bei der Anreise nach Zürich. Während diesen vielen Stunden im Zug hatten wir Zeit, die Erlebnisse der letzten zwei Wochen Revue passieren zu lassen. Während der aussergewöhnlichen Zeit in der Ukraine hat jeder andere Dinge erlebt und wahrgenommen und es war spannend, sich untereinander auszutauschen.

Durch das Wohnen in den Gastfamilien erhielt jeder und jede von uns einen authentischen und unverfälschten Einblick in den ukrainischen Alltag. Die Schlaglöcher, teilweise nicht geteerten Strassen, die vollgestopften Marschrutki, schlecht renovierten Sowjetbauten aus den 1970er-Jahren und streunende Hunde gehören auch zu diesem Land, doch hätten wir als normale Touristen nie die Gastfreundschaft und die wunderbare Küche der Ukrainer kennengelernt!

Die Zeit in der Ukraine war eine lehrreiche Erfahrung – auf sprachlicher, gesellschaftlicher und kultureller Ebene.

 

 

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