Editorial

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Geschlecht als interdisziplinäres Thema


Unmittelbar vor den Sommerferien und kurz nach dem schweizweiten Frauen*streiktag thematisierten Schüler*innen der Fachmittelschule (f2) im Rahmen der jährlich stattfindenden Gender-Tage vielfältige Fragestellungen zum Thema.

 

Text Rebekka Baumberger und Tobias Lerch

Bildquelle CCO Public Domain, https://pixabay.com

 

Unter dem Begriff «Gender» versteht man das sogenannte «soziale Geschlecht», also die Geschlechtsidentität des Menschen als soziale Kategorie, z.B. im Hinblick auf seine Selbstwahrnehmung, sein Selbstwertgefühl und sein Rollenverhalten.

Während vier Tagen hinterfragen die Schüler*innen Geschlechterrollen, nehmen soziale Normen in Bezug auf das Geschlecht unter die Lupe, erkennen soziale Ungleichheit aufgrund des Geschlechts und vertiefen schliesslich in Kleingruppen ein Thema und führen dazu Interviews.

 

Betrachtet man die Geschlechterforschung aus philosophischer, naturwissenschaftlicher oder historischer Sicht, ergeben sich eine Reihe von Fragestellungen, die im Rahmen von Input-Referaten aus dem Kollegium ergründet wurden: Welche Vorstellungen und Erwartungen formulieren wir, wenn wir über Geschlechter sprechen? Wie entsteht Geschlechtsidentität? Stimmen Frauen eigentlich anders ab als Männer? Warum engagieren sich immer noch viel weniger Frauen in der Politik? Was sagt dies über unsere Gendervorstellungen aus? Welche Deutungsmacht kommt in der Geschlechterfrage den Naturwissenschaften zu? Wie kommt es, dass die Wissenschaft traditionell von zwei Geschlechtern ausgeht, während das Volk der Bugi in Indonesien fünf Geschlechter unterscheidet? Oder: Welche Varianten der Fortpflanzung gibt es eigentlich im Tierreich?

Als externe Referentin diskutierte Barbara Ruf von der Kantonalen Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann mit den Schüler*innen über Gleichstellungsfragen. Als Abschluss der Gender-Tage standen schliesslich die Präsentationen der Kleingruppen auf dem Programm: Wie ergeht es einer männlichen Betreuungsperson in einer KiTa? Wie einer Frau im Militär? Von welchen Erfahrungen berichtet eine DragQueen? Das vielfältig-bunte Themenfeld zeigt: Noch sind viele Fragen offen.

 

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Geschlecht als interdisziplinäres Thema


Unmittelbar vor den Sommerferien und kurz nach dem schweizweiten Frauen*streiktag thematisierten Schüler*innen der Fachmittelschule (f2) im Rahmen der jährlich stattfindenden Gender-Tage vielfältige Fragestellungen zum Thema.

 

Text Rebekka Baumberger und Tobias Lerch

Bildquelle CCO Public Domain, https://pixabay.com

 

Unter dem Begriff «Gender» versteht man das sogenannte «soziale Geschlecht», also die Geschlechtsidentität des Menschen als soziale Kategorie, z.B. im Hinblick auf seine Selbstwahrnehmung, sein Selbstwertgefühl und sein Rollenverhalten.

Während vier Tagen hinterfragen die Schüler*innen Geschlechterrollen, nehmen soziale Normen in Bezug auf das Geschlecht unter die Lupe, erkennen soziale Ungleichheit aufgrund des Geschlechts und vertiefen schliesslich in Kleingruppen ein Thema und führen dazu Interviews.

 

Betrachtet man die Geschlechterforschung aus philosophischer, naturwissenschaftlicher oder historischer Sicht, ergeben sich eine Reihe von Fragestellungen, die im Rahmen von Input-Referaten aus dem Kollegium ergründet wurden: Welche Vorstellungen und Erwartungen formulieren wir, wenn wir über Geschlechter sprechen? Wie entsteht Geschlechtsidentität? Stimmen Frauen eigentlich anders ab als Männer? Warum engagieren sich immer noch viel weniger Frauen in der Politik? Was sagt dies über unsere Gendervorstellungen aus? Welche Deutungsmacht kommt in der Geschlechterfrage den Naturwissenschaften zu? Wie kommt es, dass die Wissenschaft traditionell von zwei Geschlechtern ausgeht, während das Volk der Bugi in Indonesien fünf Geschlechter unterscheidet? Oder: Welche Varianten der Fortpflanzung gibt es eigentlich im Tierreich?

Als externe Referentin diskutierte Barbara Ruf von der Kantonalen Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann mit den Schüler*innen über Gleichstellungsfragen. Als Abschluss der Gender-Tage standen schliesslich die Präsentationen der Kleingruppen auf dem Programm: Wie ergeht es einer männlichen Betreuungsperson in einer KiTa? Wie einer Frau im Militär? Von welchen Erfahrungen berichtet eine DragQueen? Das vielfältig-bunte Themenfeld zeigt: Noch sind viele Fragen offen.

 

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