Editorial

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Bring Your Own Device – Segen oder Fluch?


Seit letztem Schuljahr wird am Gymnasium FMS WMS Thun einlaufend das BYOD-Prinzip eingeführt. Schülerinnen und Schüler arbeiten im Unterricht mit Laptops. Welche Erfahrungen haben sie damit gemacht? Gabriela Schüpbach hat ihre Klasse (22gA) befragt.

 

Text Gabriela Schüpbach

 

Im Rahmen einer Rückmeldung der 22gA zu ihren persönlichen Erfahrungen mit der obligatorischen Einführung digitaler Geräte entstanden einige interessante Texte zum Thema. Im Folgenden kommen die Schülerinnen und Schüler in Auszügen zu Wort, wobei versucht wurde, sowohl den positiven als auch kritischen Stimmen in der Auswahl gerecht zu werden.

 

«Die Digitalisierung war eine super Innovation. Es fiel mir leichter, mich zurecht zu finden. Es half mir, effizienter zu lernen. Mit dem Laptop habe ich die wichtigsten Dinge beisammen und ich habe die Möglichkeit, im Zug oder Bus zu lernen, da das Gerät handlicher als zwei bis drei Bücher ist.» (Loris Häcki)

 

«Die meisten von uns haben zwar das Zehnfingersystem in der fünften Klasse gelernt, wenn man es aber nicht kann, wird es bei manchen Lehrpersonen knapp mit der Zeit, bevor sie die Folie wechseln.» (Rafael Garcia)

 

«Ich bin sehr froh, dass man in einigen Fächern nebst dem Laptop auch noch Bücher hat. Ich persönlich lese lieber auf Papier. Ich hoffe auch, dass das in Zukunft so bleiben wird, und vor allem, dass auch die Prüfungen auf Papier sind. Wäre jetzt alles nur elektronisch, wäre ich nicht zufrieden, denn ich merke oft nach einem langen Schultag, an dem man meistens auf den Bildschirm gestarrt hat, dass ich viel erschöpfter bin.» (Gaia Farulli)

 

«Mit dem Laptop wurde die Kommunikation erleichtert. Man kann immer sofort eine E-Mail schreiben oder sonstige technische Hilfsmittel nutzen. Auch Programme wie OneNote finde ich sehr praktisch. (…) Die Lehrpersonen allerdings speichern ihre Daten auf verschiedenen Plattformen ab. Da den Überblick zu behalten, ist schwierig. Ich fände es wichtig, dass den neuen Schülern am Anfang erklärt würde, wie man den besten Überblick über seine Daten erhält. Denn Ordnung ist wichtig.» (Lara Kunz)

 

«Es gibt Tage, an denen wir fast nur vor dem Laptop sitzen, was nicht nur den Akku, sondern auch uns selbst ermüdet.» (Valérie Schott)

 

«Die Digitalisierung ist im Grossen und Ganzen wirklich eine sehr gute Idee, die ich gerne unterstütze. Die Vorstellung, nur noch einen Laptop in die Schule zu nehmen, nie wieder ein Buch zu vergessen, das wäre grossartig. Die Realität ist aber noch eine ganz andere. Viele Schulbücher existieren nicht einmal in digitaler Form oder sie sind für den Unterricht unbrauchbar. (…) Irgendwann muss man ja den ersten Schritt machen, sonst kommt man nicht mit, und so ist es auch hier. Ich sehe viel Potenzial in diesem Projekt.» (Maxim Baumann)

 

«Ich bin kein Fan der Laptops, da ich das Gefühl habe, dass es in Bezug aufs Lernen viel mehr Ablenkung gibt und ich immer noch besser lerne, wenn ich etwas von Hand schreibe. Tests lerne ich immer auf Papier, da ich mir die Dinge besser und länger merken kann. Ich finde Computer grundsätzlich keine schlechte Sache, glaube jedoch, dass diese nicht für jedes Fach geeignet sind. » (Julien Wehrli)

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Bring Your Own Device – Segen oder Fluch?


Seit letztem Schuljahr wird am Gymnasium FMS WMS Thun einlaufend das BYOD-Prinzip eingeführt. Schülerinnen und Schüler arbeiten im Unterricht mit Laptops. Welche Erfahrungen haben sie damit gemacht? Gabriela Schüpbach hat ihre Klasse (22gA) befragt.

 

Text Gabriela Schüpbach

 

Im Rahmen einer Rückmeldung der 22gA zu ihren persönlichen Erfahrungen mit der obligatorischen Einführung digitaler Geräte entstanden einige interessante Texte zum Thema. Im Folgenden kommen die Schülerinnen und Schüler in Auszügen zu Wort, wobei versucht wurde, sowohl den positiven als auch kritischen Stimmen in der Auswahl gerecht zu werden.

 

«Die Digitalisierung war eine super Innovation. Es fiel mir leichter, mich zurecht zu finden. Es half mir, effizienter zu lernen. Mit dem Laptop habe ich die wichtigsten Dinge beisammen und ich habe die Möglichkeit, im Zug oder Bus zu lernen, da das Gerät handlicher als zwei bis drei Bücher ist.» (Loris Häcki)

 

«Die meisten von uns haben zwar das Zehnfingersystem in der fünften Klasse gelernt, wenn man es aber nicht kann, wird es bei manchen Lehrpersonen knapp mit der Zeit, bevor sie die Folie wechseln.» (Rafael Garcia)

 

«Ich bin sehr froh, dass man in einigen Fächern nebst dem Laptop auch noch Bücher hat. Ich persönlich lese lieber auf Papier. Ich hoffe auch, dass das in Zukunft so bleiben wird, und vor allem, dass auch die Prüfungen auf Papier sind. Wäre jetzt alles nur elektronisch, wäre ich nicht zufrieden, denn ich merke oft nach einem langen Schultag, an dem man meistens auf den Bildschirm gestarrt hat, dass ich viel erschöpfter bin.» (Gaia Farulli)

 

«Mit dem Laptop wurde die Kommunikation erleichtert. Man kann immer sofort eine E-Mail schreiben oder sonstige technische Hilfsmittel nutzen. Auch Programme wie OneNote finde ich sehr praktisch. (…) Die Lehrpersonen allerdings speichern ihre Daten auf verschiedenen Plattformen ab. Da den Überblick zu behalten, ist schwierig. Ich fände es wichtig, dass den neuen Schülern am Anfang erklärt würde, wie man den besten Überblick über seine Daten erhält. Denn Ordnung ist wichtig.» (Lara Kunz)

 

«Es gibt Tage, an denen wir fast nur vor dem Laptop sitzen, was nicht nur den Akku, sondern auch uns selbst ermüdet.» (Valérie Schott)

 

«Die Digitalisierung ist im Grossen und Ganzen wirklich eine sehr gute Idee, die ich gerne unterstütze. Die Vorstellung, nur noch einen Laptop in die Schule zu nehmen, nie wieder ein Buch zu vergessen, das wäre grossartig. Die Realität ist aber noch eine ganz andere. Viele Schulbücher existieren nicht einmal in digitaler Form oder sie sind für den Unterricht unbrauchbar. (…) Irgendwann muss man ja den ersten Schritt machen, sonst kommt man nicht mit, und so ist es auch hier. Ich sehe viel Potenzial in diesem Projekt.» (Maxim Baumann)

 

«Ich bin kein Fan der Laptops, da ich das Gefühl habe, dass es in Bezug aufs Lernen viel mehr Ablenkung gibt und ich immer noch besser lerne, wenn ich etwas von Hand schreibe. Tests lerne ich immer auf Papier, da ich mir die Dinge besser und länger merken kann. Ich finde Computer grundsätzlich keine schlechte Sache, glaube jedoch, dass diese nicht für jedes Fach geeignet sind. » (Julien Wehrli)

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