Editorial

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Aus Freude am Engagement


UNESCO-assoziierte Schulen wie das Gymnasium Thun bemühen sich, die Ziele der UNESCO – Frieden, internationale Verständigung, Einhaltung der Menschenrechte, Zugang zum Wissen für alle, nachhaltige Entwicklung – zu verwirklichen. Die UNESCO-Gruppe unserer Schule besteht aus rund fünf Lehrpersonen und aktuell 16 SchülerInnen. Organisiert werden verschiedene Aktivitäten wie beispielsweise Sprachkurse oder der Landschaftspflegetag. 

 

Text Mirjam Kurth und Mirjam Stähli

Fotos Janosch Hugi, UNESCO-Welterbe Swiss Alps

Jungfrau-Aletsch Managementzentrum

 

Seit bald einem Jahr bietet das Gymnasium Thun Deutschkurse für geflüchtete Menschen an. Die Lehrerinnen in diesen Kursen sind Schülerinnen aus unserer Schule, die sich in kleinen Gruppen organisieren und gemeinsam fünf bis acht Teilnehmende betreuen. Bernadette Žák, Koordinatorin der Freiwilligenarbeit, die Lernende und Lehrende zusammenbringt, schätzt die Zusammenarbeit mit den jungen Menschen aus unserer Schule sehr: «Die Gymi-Schülerinnen stehen selber in Sprachlernprozessen (z.B. Englisch, Französisch) und können ihre Erfahrungen in den Deutschkurs einbringen und die Teilnehmenden dadurch in ihrem Sprachlernprozess unterstützen.»

 

Beide Seiten empfinden diese Treffen als bereichernd. «Der Deutschkurs für Flüchtlinge ist eine tolle und friedliche Erfahrung, bei der man viele neue und sehr nette Leute kennenlernt. Es ist spannend zu sehen, wie schnell sie lernen, einfach weil sie es wollen.» So beschreiben die Schülerinnen, die sich teilweise für das Freifach «UNESCO» eingeschrieben haben, ihre Erfahrungen als Lehrpersonen. Und weiter: «Es macht mir sehr Spass, die deutsche Sprache an andere weiterzugeben und den Leuten so zu helfen, sich hier in der Schweiz besser einzuleben. Ausserdem sind die Teilnehmenden super Leute und es kommt immer wieder zu lustigen Unterhaltungen und Erklärungsversuchen.»

Die Schülerinnen schätzen den Sprachunterricht: «Ich erlebe den Deutschkurs als eine gute und neue Erfahrung mit motivierten Menschen. Es ist spannend, die Fortschritte zu beobachten, und es macht Freude, Wissen zu teilen.» Dank diesem freiwilligen Engagement – eine Gruppe traf sich sogar während der Sommerferien – eröffnen sich viele Perspektiven. Für Bernadette Žák ist klar, dass der beste Weg für die Integration der geflüchteten Menschen der direkte Austausch ist. Dies ermöglicht Beziehungen, gegenseitiges Vertrauen und Verständnis: «Es macht Spass, neue Kulturen kennenzulernen, und wenn man den Schülern dabei auch noch helfen kann, umso besser.»

 

Ein weiteres Tätigkeitsfeld der UNESCO-Gruppe ist der jährliche Landschaftstag, bei dem im Juni die rund 14 Klassen der G2, der FMS2 und der WMS2 in das Aletsch-Gebiet (UNESCO-Welterbe) reisen und bei Pflege und Erhalt der Kulturlandschaft helfen. Die Klassen waren dieses Jahr im Berner Oberland und im Wallis tätig und waren mit Bauern, Förstern und anderen Fachleuten unterwegs. So wurden zum Beispiel Büsche zurückgeschnitten. Dadurch wurde Raum für mehr Biodiversität geschaffen. Heute kann der Erhalt der Landschaft fast nicht mehr gewährleistet werden, da dies sehr arbeitsintensiv und zeitaufwändig ist.

An den meisten Einsatzorten sah man einen grossen Unterschied zwischen vorher und nachher. Die Leute vor Ort waren voll des Lobes und dankbar für den Einsatz der Schülerinnen und Schüler.

Auch ein positives Feedback kam von der Mutter einer Schülerin. Sie fand den Einsatz sehr sinnvoll, und die Tochter sei glücklich nach Hause gekommen. Viele Schülerinnen und Schüler waren am Abend von der körperlich anstrengenden Arbeit müde, aber erfüllt vom Wissen, ausserhalb der Schule etwas Sinnvolles getan zu haben, das handfeste Resultate gebracht hat.

 

Im UNESCO-Team gibt es auch eine Klimagruppe. Sie ist an den Klimastreiktagen aktiv, trifft sich regelmässig und hat erreicht, dass im Bistro am Standort Schadau das Plastikbesteck eliminiert wurde. Zukünftige Projekte sind weitere Plastikreduktion, das Malen von Plakaten und weiteres.

 

Weitere SchülerInnen sind in den Startlöchern für Aktionen, wir sind gespannt!

 

((Box)) Mitwirken erwünscht! Wer sich für ein Projekt interessiert, gerne unterrichten oder mitmachen möchte, melde sich unverbindlich bei unesco@gymthun.ch

Weitere Informationen gibt es am Anschlagbrett in der Eingangshalle am Standort Schadau oder unter https://www.gymthun.ch/portraet/unesco.html

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Abschlussklassen

Verabschiedungen

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Aus Freude am Engagement


UNESCO-assoziierte Schulen wie das Gymnasium Thun bemühen sich, die Ziele der UNESCO – Frieden, internationale Verständigung, Einhaltung der Menschenrechte, Zugang zum Wissen für alle, nachhaltige Entwicklung – zu verwirklichen. Die UNESCO-Gruppe unserer Schule besteht aus rund fünf Lehrpersonen und aktuell 16 SchülerInnen. Organisiert werden verschiedene Aktivitäten wie beispielsweise Sprachkurse oder der Landschaftspflegetag. 

 

Text Mirjam Kurth und Mirjam Stähli

Fotos Janosch Hugi, UNESCO-Welterbe Swiss Alps

Jungfrau-Aletsch Managementzentrum

 

Seit bald einem Jahr bietet das Gymnasium Thun Deutschkurse für geflüchtete Menschen an. Die Lehrerinnen in diesen Kursen sind Schülerinnen aus unserer Schule, die sich in kleinen Gruppen organisieren und gemeinsam fünf bis acht Teilnehmende betreuen. Bernadette Žák, Koordinatorin der Freiwilligenarbeit, die Lernende und Lehrende zusammenbringt, schätzt die Zusammenarbeit mit den jungen Menschen aus unserer Schule sehr: «Die Gymi-Schülerinnen stehen selber in Sprachlernprozessen (z.B. Englisch, Französisch) und können ihre Erfahrungen in den Deutschkurs einbringen und die Teilnehmenden dadurch in ihrem Sprachlernprozess unterstützen.»

 

Beide Seiten empfinden diese Treffen als bereichernd. «Der Deutschkurs für Flüchtlinge ist eine tolle und friedliche Erfahrung, bei der man viele neue und sehr nette Leute kennenlernt. Es ist spannend zu sehen, wie schnell sie lernen, einfach weil sie es wollen.» So beschreiben die Schülerinnen, die sich teilweise für das Freifach «UNESCO» eingeschrieben haben, ihre Erfahrungen als Lehrpersonen. Und weiter: «Es macht mir sehr Spass, die deutsche Sprache an andere weiterzugeben und den Leuten so zu helfen, sich hier in der Schweiz besser einzuleben. Ausserdem sind die Teilnehmenden super Leute und es kommt immer wieder zu lustigen Unterhaltungen und Erklärungsversuchen.»

Die Schülerinnen schätzen den Sprachunterricht: «Ich erlebe den Deutschkurs als eine gute und neue Erfahrung mit motivierten Menschen. Es ist spannend, die Fortschritte zu beobachten, und es macht Freude, Wissen zu teilen.» Dank diesem freiwilligen Engagement – eine Gruppe traf sich sogar während der Sommerferien – eröffnen sich viele Perspektiven. Für Bernadette Žák ist klar, dass der beste Weg für die Integration der geflüchteten Menschen der direkte Austausch ist. Dies ermöglicht Beziehungen, gegenseitiges Vertrauen und Verständnis: «Es macht Spass, neue Kulturen kennenzulernen, und wenn man den Schülern dabei auch noch helfen kann, umso besser.»

 

Ein weiteres Tätigkeitsfeld der UNESCO-Gruppe ist der jährliche Landschaftstag, bei dem im Juni die rund 14 Klassen der G2, der FMS2 und der WMS2 in das Aletsch-Gebiet (UNESCO-Welterbe) reisen und bei Pflege und Erhalt der Kulturlandschaft helfen. Die Klassen waren dieses Jahr im Berner Oberland und im Wallis tätig und waren mit Bauern, Förstern und anderen Fachleuten unterwegs. So wurden zum Beispiel Büsche zurückgeschnitten. Dadurch wurde Raum für mehr Biodiversität geschaffen. Heute kann der Erhalt der Landschaft fast nicht mehr gewährleistet werden, da dies sehr arbeitsintensiv und zeitaufwändig ist.

An den meisten Einsatzorten sah man einen grossen Unterschied zwischen vorher und nachher. Die Leute vor Ort waren voll des Lobes und dankbar für den Einsatz der Schülerinnen und Schüler.

Auch ein positives Feedback kam von der Mutter einer Schülerin. Sie fand den Einsatz sehr sinnvoll, und die Tochter sei glücklich nach Hause gekommen. Viele Schülerinnen und Schüler waren am Abend von der körperlich anstrengenden Arbeit müde, aber erfüllt vom Wissen, ausserhalb der Schule etwas Sinnvolles getan zu haben, das handfeste Resultate gebracht hat.

 

Im UNESCO-Team gibt es auch eine Klimagruppe. Sie ist an den Klimastreiktagen aktiv, trifft sich regelmässig und hat erreicht, dass im Bistro am Standort Schadau das Plastikbesteck eliminiert wurde. Zukünftige Projekte sind weitere Plastikreduktion, das Malen von Plakaten und weiteres.

 

Weitere SchülerInnen sind in den Startlöchern für Aktionen, wir sind gespannt!

 

((Box)) Mitwirken erwünscht! Wer sich für ein Projekt interessiert, gerne unterrichten oder mitmachen möchte, melde sich unverbindlich bei unesco@gymthun.ch

Weitere Informationen gibt es am Anschlagbrett in der Eingangshalle am Standort Schadau oder unter https://www.gymthun.ch/portraet/unesco.html

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